Nachhaltiger denken
Nachhaltiger denken
um unseren Planeten zu retten!

Unser Planet in Gefahr: So können wir helfen!

In unserer Serie zum Thema Klimaschutz fragen wir jede Woche einen Experten nach seinem Rat. Diesmal erklärt uns die emeritierte Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Universität für Bodenkultur Wien, wie wir selbst mit ein paar einfachen Schritten einen Beitrag leisten und selbst zum Plantenretter werden können. Das Zauberwort heißt, „nachhaltig denken“! schau-Club zeigt Ihnen wie:

em. Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb © Gaggl

  • Nicht verführen lassen, unnötige Dinge zu kaufen. Vor dem Kauf überlegen, ob man das neue Produkt wirklich braucht, wenn nicht, besser nicht kaufen.
  • Haltbare, reparierbare Produkte kaufen. Das gilt für Elektrogeräte, aber auch für Kleidung. Bohrmaschine und Ähnliches kann man auch ausborgen und muss man nicht besitzen. Mittlerweile gibt es sogar, recycelte Smartphones, die von Experten repariert und mit wiederverwendbaren Materialien erneuert werden. So können u.a. wertvolle Materialien immer wieder verwendet werden, der Abfall wird reduziert, ein fairer Handel wird gefördert usw.
  • Je weniger produziert wird, desto klimafreundlicher ist es, weil weniger Energie und andere Ressourcen gebraucht werden.
  • Sich gegen Entwicklungen einsetzen, die klimaschädlich sind – besonders, wenn sie viele Jahre wirksam sind, wie Umfahrungsstraßen oder den Bau der 3. Piste in Schwechat. Es geht nicht nur um die Steigerung des Autoverkehrs oder der Treibhausgasemissionen, sondern um die Versiegelung von Ackerboden.
  • Unternehmen meiden, die klimaschädlich handeln, die Umwelt verschmutze, Menschen und Tiere ausbeuten!
  • Reduzieren Sie Ihren Konsum an tierischen Produkten. In der Tierhaltung werden mehr Treibhausgase freigesetzt als im Verkehr, diese auch weitaus mehr Schaden anrichten als Kohlendioxid. Die weltweite Nachfrage nach tierischen Produkten wächst; bis 2050 soll sie sich nach Schätzungen verdoppeln. Setzen Sie ein Zeichen und reduzieren Sie Ihren Konsum tierischer Produkte. Mittlerweile gibt es viele Alternativen.
  • Eine Partei wählen, die ein glaubhaftes Klimaschutzprogramm vorlegt, denn die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, die klima­freundliches Handeln für den Einzelnen billiger und einfacher macht. Reine Technologieprogramme ­können das nicht leisten.

Bereits ein kleiner Schritt in die richtige Richtung kann eine große Wirkung haben. Jeder Anfang ist schwer, starten Sie deshalb mit einem kleinen Schritt und denken Sie beim nächsten Einkauf zweimal nach, erzählen Sie Ihren Bekannten davon, informieren Sie sich. Es wird immer einfacher – unser Planet wird es Ihnen danken. Was können Sie für das Klima noch tun? In unserem nächsten Beitrag auf erfahren Sie von weiteren Experten, was jeder einzelnen tun kann. Bleiben Sie dran!