Raus aus dem Asphalt
Raus aus dem Asphalt
Neues Begrünungs-Modul für die Hauptstadt

Es grünt so grün in Wien

Gerade in der Innenstadt gibt es viele Orte, an denen Asphalt auf Asphalt trifft und von Bäumen nur wenig zu sehen ist. Das soll sich künftig ändern. Denn im Rahmen der unzähligen Maßnahmen für die Klimamusterstadt startet Umweltstadträtin Ulli Sima ein weiteres, von der Stadt gefördertes, Begrünungs-Modul.

Wien ist nicht nur die lebenswerteste Stadt der Welt, sondern wurde kürzlich auch zur „Greenest City“ weltweit gekürt. Denn die Millionenmetropole hat einen rekordverdächtigen Grünraumanteil von 53 Prozent an der Stadtfläche, rund 1.000 Parks und unzählige Grünflächen, 500.000 Stadtbäume und jedes Jahr werden rund 4.500 neu gepflanzt. Dennoch gibt es in Wien immer noch Straßen, die komplett asphaltiert sind und eine Begrünung nur bedingt möglich ist – bis jetzt.

Mehr grün für unsere Hauptstadt

Das neue Begrünungs-Model von Umweltstadträtin Ulli Sima sieht vor, dass auch dort, wo keine Baumbepflanzung aufgrund von technischen Einbauten für Wasser, Strom, Fernwärme oder Gas möglich oder sehr teuer sind, mit Absprache der Bezirke künftig Asphaltflächen aufgebrochen und mit unterschiedlichen Pflanzen-Modulen bepflanzt werden. Die Aktion „Raus aus dem Asphalt“ ist Teil des Maßnahmenkatalogs für die Bezirke und wird aus dem auf 4,6 Mio. Euro verdoppelten Fördertopf für „Coole Bezirke“ der Stadt Wien unterstützt.

„Angesichts der zunehmenden Temperaturen in der Stadt wollen wir versiegelte Flächen reduzieren und mit einfachen Mitteln begrünen. Damit werten wir Grätzl auf und schaffen auch in stark verbauten Gebieten kleine, blühende Grünoasen. Oft sind es kleine Akzente, die Straßenzüge ein wenig bunter machen und auch Insekten und Schmetterlinge erfreuen “, so Sima.

Die Aktion „Raus aus dem Asphalt“ startete am Sonntag, 16. August im 4. Bezirk in der Margaretenstraße, wo sich eine Vielzahl von Einbauten unter der Straße befindet und tiefwurzelnde Bäume schwer zu pflanzen wären. Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl begrüßt die Initiative der Stadt: „Es ist erfreulich, dass es von Seiten der Umweltstadträtin Förderungen für unterschiedlichste Begrünungs- und cooling-Maßnahmen für die Bezirke gibt. Wir wollen verschiedene Straßenzügen mit Bepflanzungen attraktiver machen und auch die Bevölkerung einbinden.“

Dort wo Baumbepflanzungen oder Begrünungen möglich sind, werden natürlich weiterhin Bäume als Schattenspender gepflanzt. Für dieses Vorhaben gab es von der Stadt acht Millionen Sonderbudget. Wie in jeder großen Stadt sind Bepflanzungen leider nicht überall möglich, weshalb man mit dem neuen Modell eine Alternative gesucht und gefunden hat, um die Stadt im Sommer vor der extremen Hitze zu schützen.

3 Modelle der Wiener Stadtgärten

Für dieses Vorhaben haben die Wiener Stadtgärten drei verschiedene Modelle entwickelt, die sich für die unterschiedlichsten Standorte wie schattig oder sonnig, eignen. So wird in der Margaretenstraße-Ecke-Operngasse in Kürze eine optisch ansprechende und sonnenverträgliche Gräser-Sträucher-Mischung gesetzt.

Neben dem Aufbrechen versiegelter Flächen sind auch Gebäudebegrünungen, überall dort, wo herkömmliche Begrünungsmaßnahmen nicht möglich sind, eine ideale Alternative. Als natürliche Klimaanlagen bringen sie deutliche Kühlung im Gebäudeinneren, wirken sich positiv aufs Mikroklima aus und binden CO2.

Begrünung so günstig wie nie

Dank der neuen Sonderförderung der Stadt Wien gibt es diese natürlichen Klimaanlagen jetzt so günstig wie noch nie: Für Dachbegrünungen gibt es bis zu 20.200 Euro, für Fassadenbegrünungen bis zu 5.200 Euro und für Innenhofbegrünungen bis zu 3.200 Euro Fördergeld. Die Stadt Wien fördert nicht nur private grüne Fassaden, sondern geht auch selbst mit gutem Beispiel voran und begrünt pro Jahr zehn städtische Fassaden. Wie beispielsweise die Fassade der MA 48 am Gürtel oder wie aktuell das U-Bahn-Stationsgebäude in der Spittelau. Ein besonders einfacher und kostengünstiger Weg zur Fassadenbegrünung ist die mit der Stadt Wien entwickelt BeRTA All-In-One-Lösung. Dank Förderung gibt es ein BeRTA-Modul für weniger als 1.120 Euro. Erfahren Sie hier mehr dazu: www.berta-modul.at.

Entdecken Sie Wiens neue Parks

Neben der Begrünung von Straßen und Gebäuden werden in Wien auch laufend Parks errichtet. So kommen zu den bestehenden 1.000 Parkanlagen ständig neue hinzu und ältere werden attraktiver. Vor allem stark genutzte Parks wie beispielsweise der Wanda-Lanzer-Park, die Parkanlage am Hundstrum oder der Helma Pavlis-Park werden einer Sanierung/Revitalisierung oder Erweiterung unterzogen. Im Nordosten der Seestadt Aspern errichtet die Stadt Wien gerade den 30.000 Quadratmeter großen Elinor-Ostrom-Park mit coolem Wasserspielplatz, Regengärten, Trinkbrunnen, Hundezone und 170 neuen Bäumen.

So werden allein heuer verteilt über das gesamte Stadtgebiet und die Stadterweiterungsgebiete rund 137.000 Quadratmeter Park- und Grünflächen errichtet, erneuert und umgestaltet. Dafür investiert die Stadt Wien über neun Millionen Euro und diese Investitionen können sich sehen lassen.