Das Schwimmwunder
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aus Parndorf

Lena Grabowski: Olympia muss noch warten

Lena Grabowski lässt sich sicher nicht von der coronabedingten Verschiebung der Olympischen Spiele entmutigen. Sie trainiert bereits eifrig und sieht jetzt schon ihrer Herausforderung 2021 entgegen.

Ihr größter Traum hat sich erfüllt, als sie sich für die Olympischen Spiele 2020 qualifiziert hat. Die Parndorferin Lena Grabowski ist die große Schwimmhoffnung im österreichischen Sportbecken. Leider hat auch hier Corona zugeschlagen und die Sommerspiele, die heuer in Tokio stattfinden sollen hätten, ins Jahr 2021 katapultiert. Das neue Ziel vor Lenas Augen: „Ich möchte bei den Olympischen Spielen zeigen, was ich kann, und vielleicht ein Semifinale oder sogar Finale erreichen.“

Schaut man sich die bisherigen Erfolge der kürzlich volljährig gewordenen Schwimmerin an, stehen die Chancen wohl nicht schlecht. Bei der Junioren-WM 2016 in Budapest holte sich die damals 16-Jährige in 2:10,27 Minuten den zweiten Platz über 200 Meter Rücken und unterbot das Olympia-Limit um zwölf Hundertstelsekunden – und löste damit das Ticket für Tokio.

Von wasserscheu zu olympiatauglich

Wie ein Fisch im Wasser fühlt sich Lena heute, das war aber nicht immer so: „Als kleines Kind war ich wasserscheu. Ich musste den Schwimmkurs abbrechen und habe erst ein Jahr später wieder angefangen. Von da an ging es nur noch bergauf.“ Heute kaum zu glauben, dass die Schwimmerin jemals Hemmungen hatte. Starke Vorbilder haben ihren Ehrgeiz geweckt. So eifert sie Missy Franklin, einer ehemaligen US-Schwimmerin, und der ungarischen Schwimmerin Katinka Hosszú nach. Es besteht wohl kein Zweifel, dass Lena Grabowski ihren Weg beziehungsweise ihre Bahn in eine mindestens genauso erfolgreiche Richtung schwimmen wird.

Sommer mit Freunden

Nicht einmal die Corona-Pause stand ihr da im Weg. Seit den Lockerungen vor dem Sommer trainiert sie bereits wieder auf Tokio und weitere Wettkämpfe hin. Privat hat sie es im Burgenland eher ruhig angehen lassen: „Diesen Sommer war ich nur daheim und habe etwas mit Freunden unternommen.“ Wie schaut es eigentlich mit Hobbys aus, wenn man die meiste Zeit im Wasser verbringt? „Ich bin ehrlich, Schwimmen und Schule nehmen so viel Zeit in Anspruch, dass ich kaum Zeit habe, etwas anderes zu machen.“

Beides war im Lockdown kaum möglich, wie hat sie sich dann die Zeit vertrieben – hat sie sich vielleicht auch dem TikTok-Trend angeschlossen? „Ich finde Social Media in der heutigen Zeit sehr wichtig – jedoch muss man aufpassen, dass man nicht zu viel Zeit damit verliert. In der Quarantäne habe ich selbst phasenweise Stunden auf diversen Plattformen verbracht und im Nachhinein bin ich nicht wirklich stolz darauf.“

Während des Lockdowns haben wir wohl alle etwas zu viel von etwas gemacht, ob Social Media, TV oder Essen. Die Zeit war keine leichte, da darf man auch schon seinen Lastern nachgehen. Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt auf Tokio und darauf, Lena schwimmen zu sehen.