Cher
Cher
kommt nach Wien

Here we go again

Sie steht seit 55 Jahren auf der Bühne und landete 1965 (im Duo mit Sonny) mit „I Got You Babe“ ihren ersten weltweiten Nummer-1-Hit. Bis 1998 (mit „Believe“) hatte sie jedes Jahr einen. Sie hat 1988 den Oscar als beste Hauptdarstellerin von „Mondsüchtig“ gewonnen, von 2002 bis 2005 ihre Abschiedtournee zelebriert, trat dann von 2008 bis 2011 über 200 Mal in Las Vegas auf, feierte ihr Comeback 2013 mit dem Album „Closer to the Truth“ und unternimmt derzeit eine Welttournee unter dem Titel „Here We Go Again“.

Cherilyn Sarkisian kommt Mitte der Vierziger in Kalifornien als Tochter einer Cherokee-Indianerin (deutsch-französisch-irisch-englischer Abstammung) und eines Armeniers zur Welt. Als sich die Eltern trennen, landet Cher bei Adoptiveltern: „Die Erfahrungen in meiner Jugend haben mich sehr geprägt. Ich musste schon früh lernen, wie man sich unter widrigen Umständen behauptet. Wer weiß, ob ich jemals so erfolgreich geworden wäre, wenn ich eine rosarote Kindheit erlebt hätte“, erinnert sich Cher.

Mit 16 lernt sie den Musikproduzenten Sonny Bono kennen. Zwei Jahre später heiraten die beiden. Durch seine Hilfe Mannes landet die Hobby-Sängerin plötzlich im Background von Künstlern wie den Ronettes. Das funktioniert so gut, dass sie im Jahr 1964 das Pop-Duo Sonny & Cher gründen.

I Got You Babe

Bereits nach einem Jahr haben sie zwei Studioalben veröffentlicht – und einen Nummer-Eins-Hit  („I Got You Babe“). Cher versucht sich auch als Solosängerin. Mit ihren beiden ersten Alben („All I Really Want To Do“, „The Sonny Side Of Chér“) feiert sie weltweit große Erfolge. Dazu kommen ihr ausgeprägtes Gespür für extravagante Mode und der Hang zu exzessivem Lifestyle. TV-Shows, Award-Nominierungen und ausverkaufte Konzertsäle: Ende der Sechziger ist Cher ganz oben.

Und bald darauf wieder ziemlich unten: Ihr Ehemann setzt viel Geld auf falsche Pferde, und so kämpfen Sonny & Cher in Varietés und Nachtclubs gegen den finanziellen Ruin an. Irgendwann reicht es ihr: 1974 lässt sich Cher von ihrem Mann scheiden. Von da an präsentiert sich die Sängerin als Einzelkämpferin – mit Erfolg.

Mondsüchtig

In den Achtzigern lässt es Cher musikalisch etwas ruhiger zugehen. Im Vordergrund steht ihre Karriere als ernstzunehmende Schauspielerin. Diese erreicht im Jahr 1988 ihren Höhepunkt, als Cher für ihre Darstellung in dem Film „Mondsüchtig“ den Oscar erhält. Spätestens jetzt steigt Cher zum Megastar auf.

Auch in den Neunzigern lässt die Sängerin nicht locker. Im Jahr 1998 grüßt sie mit der Single „Believe“ abermals von der Spitze der Charts. Drei Jahre später erscheint mit „Living Proof“ das mittlerweile 24. Studioalbum, gefolgt von einer international flächendeckenden Farewell-Tournee.

Closer To The Truth

Das neue Jahrtausend steht ganz im Zeichen von exquisiten TV-Auftritten und bombastischen Las Vegas-Shows. Erst im Jahr 2012 wagt sich Cher erneut ins Studio, um ein weiteres Album aufzunehmen.

„Closer To The Truth“ erscheint 2013. Zwar erreicht das Album „nur“ Platz drei der Billboard-Charts, doch das stört Cher nicht: „Natürlich freut man sich über jedes weitere Nummer-Eins-Album. Aber ich denke, dass man ein Top-Drei-Album nach elfjähriger Studiopause durchaus auch als Erfolg ansehen kann.“

Tickets und Infos „Cher“

  • Aufführungen: 7. Oktober 2019
  • Location: Stadthalle, Wien
  • Telefon: 01/79 999 79
  • Weitere Infos unter www.stadthalle.at