Josef Hader
Josef Hader
Programme online und kostenlos

Hader spielt Hader für alle

Lachen ist gesund. Das weiß auch Josef Hader. Auf player.hader.at stellt der Kabarettist ab sofort einen kostenlosen Video-on-Demand-Kanal mit Produktionen von und mit Josef Hader zur Verfügung. Vorerst online gegangen sind die Programme „Hader muss weg“ und „Hader spielt Hader“ – zwei Klassiker des Künstlers. Weitere Titel sind bereits in Planung.

„Hader spielt Hader“: Eigentlich ist es schleierhaft, dass die Leute seit so langer Zeit (seit 1997!) in dieses Programm kommen. Manche Zuschauer behaupten, sie hätten es nach Jahren noch einmal gesehen, und es sei ein völlig anderes, neues Programm gewesen. Josef Hader sagt dagegen, er erfindet gar nichts neu, er muss das Programm nur jedes Jahr kürzen, weil es automatisch immer länger wird.
Seit über 20 Jahren jedenfalls paart sich hier Neues mit Altem. Auf einer wilden Reise in die Mitte der Welt durch die Wiener Kanalisation, nach Australien bis in die Hölle begegnet er Hitler, Himmler, den Päpsten, aber auch Reinhold Messner. Und singt, als wollte er uns die lange Nase zeigen: „So ist das Leben“.

„Hader muss weg“

„Im Programm kommen vor: Eine nachtschwarze Vorstadtstraße voller Gebrauchtwagenhändler, eine heruntergekommene Tankstelle, ein grindiges Lokal, ein Kuvert mit 10.000 Euro, eine Schusswaffe und zirka sieben verpfuschte Leben.“ Josef Hader wollte – 2004, zehn Jahre nach dem Solo „Privat“ – „gerne irgendetwas machen, das die Leichtigkeit einer Mozartoper hat, ein Stück zwischen Sommernachtstraum und Pulp Fiction“.

Josef Hader

Josef Hader wuchs am elterlichen Bauernhof in Nöchling im Waldviertel auf. Nach der Matura im Stiftsgymnasium Melk, wo er bereits Schultheater und -kabarett machte, folgten Zivildienst beim Roten Kreuz und der Beginn eines Lehramtsstudiums – Deutsch und Geschichte.

1982 spielte er sein erstes Kabarett-Programm „Fort geschritten“ in niederösterreichischen Gaststätten und der Wiener Fußgängerzone. 1985 folgten der Abbruch des Studiums und das mit dem „Salzburger Stier“ ausgezeichnete Programm „Der Witzableiter und das Feuer“ mit dem Schulkollegen Otto Lechner am Klavier.
Danach präsentierte er „Im milden Westen“(1986) und „Tausche Witze gegen Geld“ (1987).

Der Durchbruch gelang ihm endgültig mit „Biagn oder Brechn“ 1988. Mit diesem Programm verließ er die ausgetretenen Pfade des klassischen Nummernkabaretts und wandte sich nunmehr einer Kleinkunstform zu, die sich durch stark persönliche Formgebung und dramaturgische Geschlossenheit auszeichnet.

Mit „Bunter Abend“ (1990), „Im Keller“ (1991) und „Privat“ (1994) lotete er die Grenzen der Kleinkunst sowohl inhaltlich als auch formal aus.