Expressionismus
Expressionismus
Nolde, Kirchner, Kandinsky, Macke, Klee, ...

Ab 15. 11.: Deutscher Expressionismus im Leopoldmuseum

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Emotion zum Stilmittel: Beobachten hieß Empfinden. – Das Leopoldmuseum zeigt Expressionismus aus Deutschland.

Triebgesteuert und jenseits von allen akademischen Kanons bannten junge Rebellen aus der Dresdner Künstlergemeinschaft „Brücke“ Seelenlandschaften auf die Leinwand. In Auflehnung gegen die industrialisierte Gesellschaft und ihre Konventionen strebten sie zudem eine naturbezogene Lebensreform an. Der Umkreis der Herausgeber des Münchner Almanachs „Der Blaue Reiter“ begab sich währenddessen auf die Suche nach einer neuen Innerlichkeit in der Kunst, die das rein Intuitive gleichermaßen gelten ließ wie die kultivierte Vernunft.

Auch unabhängig von den beiden wichtigen Gruppierungen wurde freilich der Schönheitsbegriff hinterfragt und erweitert. Den Farben kam dabei eine entscheidende Rolle zu: Ob grell leuchtend oder dämmrig und trüb, wirkten sie anstelle der Helldunkelkontraste als Hauptvehikel der Bilddramaturgie. Werke des deutschen Expressionismus haben an ihrer suggestiven Wirkung bis heute nichts eingebüßt.

Die Schweizer Sammlung Braglia

In der Ausstellung werden rund 130 Exponate aus der Schweizer Sammlung Braglia und der deutschen Sammlung Johenning erstmals in Wien präsentiert, darunter Werke von Emil Nolde, Max Pechstein, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, August Macke, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Paul Klee und Lionel Feininger.

Auf unserem Foto zu sehen: ein Ausschnitt aus August Mackes „Frauen im Park (mit weißem Schirm)“, 1913

Tickets und Infos „Deutscher Expressionismus“

  • Aufführungen: 15. November 2019 bis 20. April 2020
  • Location: Leopold Museum, 7., Museumsplatz 1
  • Telefon: 01/525 70-0
  • Weitere Infos www.leopoldmuseum.org